Groundhopping
Einen Sportwettkampf im Fernsehen anzusehen ist zwar schön und gut, aber das hautnahe Dabeisein in einem Stadion ist damit nicht zu vergleichen. Wohl niemand kann sich diesem unbeschreiblichen Gänsehautgefühl entziehen, dass in einem vollen Stadion fast von allein aufkommt. Für die meisten Sportanhänger das ultimative Erlebnis schlechthin. Doch wie unterscheiden sich die einzelnen Stadien in den jeweiligen Städten, oder auch in anderen Ländern? Diese Frage kann eigentlich nur ein echter Groundhopper beantworten. Groundhopper, noch nie gehört?
Der Begriff tauchte bereits in den Achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erstmals auf. Vorrangiges Ziel eines Groundhoppers ist es, möglichst viele verschiedene Stadien seiner jeweiligen Lieblingssportart kennenzulernen. Der Begriff hierfür lautet Ground "machen".
Als Mutterland des Groundhopping gilt England und es begann dort schon einige Jahre früher als in Deutschland seine Faszination auszustrahlen.
Es liegt in der Natur der Sache, dass es sich bei den meisten Groundhoppern um Fußballfans handelt. Aber auch Eishockeyfans, die möglichst viele Eisstadien besuchen wollen, definieren sich als Groundhopper.
In Deutschland sind viele, wenn auch nicht alle, Groundhopper im V.d.G.D. organsisiert. Mitglied kann nur derjenige werden, der mindestens 300 Grounds "gemacht" hat, oder in mindestens 30 verschiedenen Ländern Spiele gesehen hat.
Für die meisten Groundhopper steht zwar das Ground "machen" im Vordergrund, aber so ganz nebenbei lernt man auch viele fremde Länder und die damit verbundene Fankultur kennen. Groundhopping zieht sich durch nahezu alle sozialen Schichten. Voraussetzung ist natürlich eine solide gefüllte Reisekasse. Im Internet finden sich mittlerweile Foren, die Mitfahrgemeinschaften anbieten und dadurch manchen Ground in weit entfernte Stadien erst möglich machen.